
Grafeneck 3, 72532 Gomadingen

info@gedenkstaette-grafeneck.de

+49 (0) 7385 966-206

Dokuzentrum: täglich 9 bis 20 Uhr

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Mittwoch, 28. Januar 2026, 19 Uhr:
Einladung zu Eröffnung und Artist Talk mit der deutsch-dänischen Künstlerin und Filmemacherin Lena Ditte Nissen.
Ort: Eingangshalle des Reutlinger Rathauses, Marktplatz 22
Grußworte: Stephan Rößler (Kunstmuseum Reutlingen), Kathrin Bauer (Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Grafeneck)
Artist Talk mit Lena Ditte Nissen und Prof. Dr. Jochen Bonz, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Vom 28. Januar bis 8. Februar 2026 zeigt das Kunstmuseum im Fenster des Reutlinger Rathauses die Videoarbeit VERZERRT von Lena Ditte Nissen. Die zwölfminütige Videoarbeit wird rund um die Uhr von außen sichtbar sein. Ditte Nissen befasst sich darin mit dem Ort Grafeneck im Landkreis Reutlingen und seiner historischen Bedeutung.
1940 wurden im Schloss Grafeneck im Rahmen des NS-„Euthanasie“-Programms über zehntausend Menschen systematisch ermordet. Die Geschichte dieser Vernichtungsanstalt vor dem Hintergrund der eigenen Familiengeschichte steht im Zentrum der Videoarbeit VERZERRT von Lena Ditte Nissen. Die Künstler:in konzentriert sich dabei auf das Abfilmen von Fotografien aus unterschiedlichen Zeiträumen und zeigt Aufnahmen des heutigen Samariterstiftes Grafenecks, der heute ein Wohnort für Menschen mit geistigen Behinderungen und chronischen psychischen Erkrankungen ist.
Die Präsentation am Reutlinger Rathaus gibt zugleich einen Ausblick auf ein größeres Ausstellungsvorhaben zum Thema NS-„Euthanasie“, welches im Jahr 2027 im Kunstmuseum Reutlingen in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, City of Asylum (Pittsburgh, PA) und dem Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Grafeneck realisiert werden wird.
Redakteur / Urheber
Kunstmuseum Reutlingen