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Ausstellungseröffnung Wanderausstellung „Ermordet in Grafeneck, Hartheim und Pirna-Sonnenstein. Die Opfer der „Aktion T4“ aus Bayern

Die Begleitpublikation zur gleichnamigen Wanderausstellung versammelt 14 Lebensgeschichten von Menschen mit Behinderungen und psychischen Krankheiten aus Ober- und Niederbayern, aus der Oberpfalz, aus Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie aus Schwaben. Sie wurden im Nationalsozialismus von ärztlichem, pflegerischem und Verwaltungspersonal als vermeintlich „lebensunwertes Leben“ zunächst stigmatisiert, dann verfolgt und schließlich in einer der drei Tötungsanstalten der „Aktion T4“ Grafeneck, Hartheim oder Pirna-Sonnenstein vernichtet.

Am 21. Mai eröffnet im Foyer von Haus 21 des Bezirkskrankenhauses Lohr die Wanderausstellung „Die Opfer der ‚Aktion T4‘ aus Bayern“. Die Ausstellung erinnert an über 7.600 Menschen aus bayerischen Heil- und Pflegeanstalten, die in den Jahren 1940 und 1941 im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen ermordet wurden.

Anhand von 14 ausgewählten Lebensgeschichten wird das Schicksal der Betroffenen sichtbar gemacht und ihnen ihre Individualität und Würde zurückgegeben. Eine dieser Biografien ist die von Auguste Meister, die aufgrund ihrer Tätigkeit im St. Josefshaus Gemünden sowie in einer Heil- und Pflegeanstalt exemplarisch für die Verflechtungen und Entscheidungen jener Zeit steht.

Der Geschichts- und Museumsverein Lohr a. Main unter Dr. Vorwerk ergänzt die Ausstellung durch zusätzliche Exponate, die das Schicksal Lohrer Familien beleuchten, die den „Euthanasie“-Verbrechen zum Opfer fielen.

Die Ausstellung ist vom 21. Mai bis zum 19. Juni im BKH Lohr zu sehen und lädt dazu ein, sich zu erinnern, zu informieren und Verantwortung für das historische Gedenken zu übernehmen.

Wo: Foyer von Haus 21 des Bezirkskrankenhauses Lohr, Wann: 13 Uhr, 21.05.2026 bis 19.06.2026

 Bezirkskrankenhaus Lohr | Veranstaltungen

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