Die Gedenkstätte Grafeneck ist die zentrale Erinnerungsstätte für die 10.654 Opfer der „Aktion T4“, dem zentralen Teil nationalsozialistischer „Euthanasie“-Verbrechen in Südwestdeutschland. Damit dient sie vielen tausend Menschen als Ort individueller und familiärer Trauer. Darüber hinaus versteht sich die Gedenkstätte Grafeneck als Forschungs- und Dokumentationsstätte, als Ort der historischen und politischen Bildung sowie als Auskunfts- und Informationsstätte.

Schwellenstein als Eingang der Gedenkstätte. Das Bild zeigt eine graue Steinplatte, welche im Boden eingelassen ist. In sie sind die Namen der Einrichtungen eingraviert, aus welchen die Opfer nach Grafeneck gebracht wurden.
Gedenkstättendetail: Mauer und Altar. Das Bild zeigt einen grauen Altarstein in welchen ein Kreuz eingraviert ist. Dahinter steht eine Steinmauer, durch die in der Mitte ein senkrechter Riss geht.
Eingang zum Friedhof und Bronzetafel 1985. Das Bild zeigt links einen Schotterweg, der zwischen zwei Mauern, hinter denen sich jeweils eine Hecke befindet, hindurch führt. Am Ende des Weges stehen zwei große Birken, an deren Fuß sich ein Grab befindet. Rechts im Bild steht eine Bronzetafel.

Praktikum & FSJ-Kultur

Blick in die Ausstellung im Dokumentationszentrum. Gezeigt werden drei längliche, übereinander liegende Fensterscheiben, die aufgeklappt sind. Durch sie hindruch blickt man in einen großen Raum, an dessen Wände sich Ausstellungstafeln befinden.

Ein Einblick in die Arbeit der Gedenkstätte Grafeneck

Die Gedenkstätte Grafeneck ist eine der größten Gedenkstätten in Baden-Württemberg und die zentrale Erinnerungsstätte für die 10.654 Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen in Südwestdeutschland. Als Ort der Forschung und Dokumentation ist sie Anlauf- und Auskunftsstelle für die Angehörigen der Opfer. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlungsarbeit. Mehr als 400 Besuchergruppen - Schüler, Studierende, Erwachsene- kommen jedes Jahr an die Gedenkstätte und werden bei dem Besuch in Seminaren und Workshops begleitet.

Praktikum

Das Team der Gedenkstätte Grafeneck sucht Verstärkung – wir würden uns freuen, wenn Du ein Praktikum bei uns machst!

Im Rahmen eines Praktikums kannst Du die Gedenkstätte kennen lernen, Dich mit der Thematik näher auseinandersetzen und einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsfelder der Gedenkstätte erhalten.

Aufgaben:

• Pflege der Bibliothek
• Pflege des Bestands Opferbiographien
• Teilnahme an Seminaren und Workshops der Gedenkstätte – Einblick in die
Vermittlungsarbeit


Wenn Ihr Interesse oder Fragen habt, meldet Euch bei:

Kathrin Bauer
kathrin.bauer@gedenkstaette-grafeneck.de

FSJ-Kultur

Durch ein freiwilliges soziales Jahr Kultur an der Gedenkstätte Grafeneck kannst Du einen intensiven Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Gedenkstätte erhalten und abwechslungsreiche Aufgaben übernehmen. Du kannst die Mitarbeiter*innen in den Bereichen Forschung und Dokumentation unterstützen, bei der Pflege des Bibliothek- und Archivbestandes mitarbeiten und Dein Wissen zu verschiedenen spekte des Themenkomplexes NS-"Euthanasie" vertiefen. Du kannst Angehörige und Besuchergruppen begleiten, bei der Erarbeitung von Vermittlungskonzepten mitwirken und eigene Ideen einbringen. Du kannst bei der Organisation von Wanderausstellungen und der Durchführung verschiedener Veranstaltungen, unter anderem der jährlichen Gedenkfeier im Oktober, helfen und das Team bei den Verwaltungsaufgaben unterstützen.

Je nach Interesse kann ein Bereich als Schwerpunkt ausgewählt und ein eigenes Projekt entwickelt werden. Durch die vielfältigen Aufgaben an der Gedenkstätte, kannst Du Deine eigenen Interessen vertiefen und umfängliche fachliche Kenntnisse im Zusammenhang mit der Gedenkstätte Grafeneck, der NS-"Euthanasie" und der Darstellung und Vermittlung dieser Inhalte in der heutigen Zeit erwerben und durch Deine eigenen Ideen aktiv mitgestalten.

Als kleines Team freuen wir uns sehr auf engagierte und interessierte Freiwillige.


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